Flüchtlinge hier, Flüchtlinge da, Flüchtlinge tralala…

Flüchtlinge hier, Flüchtlinge da, Flüchtlinge tralala…

Wie soll ich anfangen?

Pressemeldungen und deren Wahrheitsgehalt

Nun, seit geraumer zeit dreht sich doch alles mehr oder weniger nur noch um das Thema Flüchtlinge. Mehrfach am Tag kann man es in den einschlägigen, sozialen Netzwerken lesen und lesen und lesen. Die Medien spulen dieses Thema auch permanent rauf und runter. Irgendwann verliert da doch selbst der noch so interessierte den Überblick, oder? Besonders bei einigen „Pressemeldungen“ wird es immer defiziler. Was da teilweise geschrieben wird, ist jenseits von gut und böse. Sicher, es ist ein Problem, keine Frage. Nur ergötzen sich einige doch derart an dem Thema, das einem schon beinahe schlecht werden kann. Ich lese da Meldungen ,die wenn sie denn stimmen sollten, schon mehr als nur „bedenklich“ wären. Nur, wie hoch ist denn der Wahrheitsgehalt vieler dieser Meldungen tatsächlich?

Vermietung an Flüchtlinge

Erst heute las ich wieder so eine „Pressemeldung“, welche mich schon arg ins Grübeln brachte. Es ging um die Problematik „Unterkünfte“ query „Vermietung“ an Flüchtlinge. Hier „soll“ ein Wohnungsbesitzer bei seinem Sozialamt angefragt haben, wie es denn aussehe, wenn er Wohnraum für Flüchtlinge bereit stellen würde wollen. Laut „angeblicher“ Aussage des Sachbearbeiters, würde es zuerst einmal eine Prämie von 5000,00 € geben und 700,00 € pro Person und Monat Mietzins. Das wären in jenem Fall 2.800,00 € gewesen. Also würde das für jene 80m² Wohnung eine Mietsteigerung von mehr als 300% bedeuten. Da fasse ich mir doch vor den Kopf. Ich habe natürlich nachrecherchiert und ( wie sollte es anders sein ) natürlich absolut nicht gefunden, was diese Geschichte bestätigen würde.

Sicher kostet die Unterbringung der Flüchtlinge eine ganze Stange Geld. Nur sind auch die Beamten und Sacharbeiter der einzelnen Kommunen, Städte und Landkreise doch keine „Blödmänner“, oder? Gerade, wenn es um die einzelnen Haushalte geht, können die verdammt gut rechnen. Wo kein Geld ist, kann man keines herzaubern. Und besonders derartige „Hetzmeldungen“ in Sachen Flüchtlinge sind absolut unrealistisch. So zu mindest sehe ich das. Andererseits ist dies auch wiederum widersprüchlich. Denn, so sind doch alle Kommunen etc. chronisch pleite und das seit Jahren, sind jetzt plötzlich Gelder für Notunterkünfte, Transporte, Arztkosten etc. in anscheinend rauhen Mengen da. Da stellt man sich schon die Frage:“ Wo kommen diese Gelder plötzlich her?“.

Verpflegung und gesundheiltliche Versorgung

Auch da habe ich schon vieles gelesen und muss sagen, das mich das ein oder andere schon echt geärgert hat und noch immer tut. Nehmen wir nur mal die Verpflegung. Klar sind beinah 90%, oder mehr der Flüchtlinge muslimischem Glaubens. Und auch klar, das es da „besonderer“ Achtsamkeit bedarf, was die einzelnen Lebensmittel, oder Speisen angeht. Nur denke ich da mal praktisch und aus Sicht eines hungernden Menschen. Mir wäre es vollkommen egal, was ich da zu Essen „geschenkt“ bekomme, Hauptsache, ich muss nicht mehr hungern. Ebenso wäre es mir völlig egal, was ich da zu trinken bekäme, denn Durst ist schlimmer, als Hunger. Wenn man hingegen sieht, wie manch Flüchtling mit den gegebenen Lebensmitteln umgeht, könnte man ausflippen. Ich kennen den „Koran“ nicht und werde mir diesen auch todsicher nicht zu Gemüte führen, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, das irgendein „Gott“ seinen Gläubigen aufbürdet…. verhungert, krepiert, verreckt eher, bevor Ihr das und das zu Euch nehmt. Das nur mal zum Thema Lebensmittel.

Was die Gesundheitsversorgung angeht, kann ich einiges absolut nicht nachvollziehen. Es ist bestätigt,

  • das Flüchtlinge mit Taxen zu den Ärzten gebracht und wieder abgeholt werden,
  • das Flüchtlinge keine Rezeptgebüren zahlen müssen,
  • das Flüchtlinge „zeitnah“ Termine bei Fachärzten bekommen. Zeitnaher, als „normale“ Kassenpatienten,
  • das Ärzte, welche in Flüchtlingsheime gehen, bis zu 200,00 € pro Stunde dafür gezahlt bekommen, usw.

Ich meine, da hört es doch wirklich auf, oder? Ich kann das nur aus meiner persönlichen Sicht sehen und da gerade liegt mir die Sache mit den Facharztterminen doch ziemlich schwer im Magen. Nicht selten muss man da bis zu 6 Monate auf spezielle Termine warten. Zeit, die gesundheitlich nicht nur bedenklich ist, sondern in einigen Fällen sogar zu irreparablen Schäden führen kann. Ist ja nicht schon das Problem, das „Privatpatienten“ hier deutlich schneller behandelt werden, so werden jetzt auch noch Flüchtlinge „bevorzugt“ behandelt. Ein Tag hat aber nun mal bekanntlich nur 24 Std. und Ärzte arbeiten auch nicht rund um die Uhr. So warten dann die „Kassenpatienten“ jetzt noch länger ? Wäre doch die einzig logische Schlussfolgerung, oder?

Fazit:

Ich will nicht gegen die Flüchtlinge hetzen, das tun andere schon mehr als zuviel. Ich kann die Menschen verstehen, die vor Krieg und Terror ihr Land verlassen. Wer möchte schon mit seinen Kindern in einem Land leben, in welchem man „sekündlich“ Angst haben muss? Angst davor,

  • zu sterben,
  • das seine Kinder verletzt werden könnten,
  • das seine Lieben misshandelt, gefoltert, getötet werden,

das will KEIN MENSCH. Und es kann mir auch NIEMAND erklären, das ihm das egal ist, oder wäre.

Aber es kann auch nicht sein, das die einheimische Bevölkerung hierzulande in Teilen schlechter behandelt wird, als eben jene Flüchtlinge. Das es hier Menschen gibt, welche (im eigenen Land) unter schlimmeren Bedingungen leben müssen. Das Menschen hier das Gefühl haben, Menschen zweiter, oder dritter Klasse zu sein. Und das, wenn sie um Hilfe des Staates bitten, abgewiesen, schikaniert oder gar nicht beachtet werden. All das führt nur zu einem, HASS. Ja, ich sage es so deutlich, wie es ist. Und eben da ist die grosse Gefahr in unserem Deutschland !

Denn damit geben wir den Rechtspopulisten und Rechtsradikalen das Öl in die Hände, mit welchem sie „Flächenbrände“ entfachen und werden! Hierbei spielen die auflagengeilen Medien eine nicht unerhebliche Rolle. Die Hetzpresse ist in diesem Land so ertragreich, wie nie zuvor!  

In diesem Sinne mal quergedacht !

ADHS eine neue Volkskrankheit?

ADHS eine neue Volkskrankheit?

Ich lese viel über das Thema ADHS in einschlägigen, sozialen Netzwerken und muss doch feststellen, das viele Kommentare da sehr negativ ausfallen. Negativ in der Form, wo bestritten wird, das es ADHS überhaupt geben soll. Ja es heisst sogar, das ADHS eine reine Erfindung der Pharmaindustrie sei. Verstehen kann ich diese Argumentation so überhaupt nicht. Ich bin 1970 geboren, eine Zeit, in welcher dieses (und andere Themen) noch garnicht existierten. Zu jener Zeit gab es auch verhaltensauffällige Kinder und Erwachsene, ganz klar. Nur wurden jene damals in ganz andere Kategorien eingestuft.

  • sozial auffällige Erwachsene,
  • schwer erziehbare Kinder.

Beide Gruppen wurden unterschiedlich eingestuft und dementsprechend „behandelt“. Psychologisch eher weniger, da man bei den Verhaltensstörungen von anderen Diagnosen sprach. Wo heutzutage Ergo-Therapien, Verhaltenstherapien und dergleichen angeboten wwerden, gab es damals nur ….

  • psychiatrische Klinik,
  • Heim für schwer erziehbare Kinder.

Nun bleibt (zum Glück) die Forschung nicht stehen. So wurde über die Zeit entdeckt, das ADHS eine Krankheit ist. Den Betroffenen fehlen die Botenstoffe (Neurotransmitter) Dopamin und Noradrenalin.

Aber ich möchte hier nicht auf wissenschaftliche Erläuterungen zurückgreifen, sondern die Dinge aus meiner Sich darlegen. Es gibt nachgewiesen, viele Faktoren für ADHS. Es ist ein komplexes Geflecht. Sehr viel habe ich mich belesen und, bedingt durch unsere Kinder, mich mit diesem Thema beschäftigt. Ich bin nun seit fas 7 Jahren mit dieser Thematik konfrontiert und sehe die Dinge ein wenig differenzierter, als Nichtbetroffene. Auch ich dachte Anfangs, alles Humbuk. Über den Lauf der Zeit jedoch, wurde ich eines Besseren belehrt.

Es gibt ADHS, das ist Fakt. Nur gibt es auch Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern mit dieser Krankheit. So gehen Erwachsene ganz anders mit ADHS um, als es Kinder könnten. Und sind wir doch froh, das ADHS jetzt auch behandelt wird.Ja sicher, Medikamente sind da ein anderes Thema, klar. Ob nun pro & contra Medikamente, möchte ich hier nicht in erster Linie behandeln. Da hat jeder seine eigene Meinung und das ist auch gut so. Wichtig ist, wie ich finde, das sich viel mehr Menschen über dises Thema informieren sollten. Das hilft vor Allem, Missverständnisse zu vermeiden und hilft den Betroffenen, ein etwas geregelteres Leben zu führen.

Was sagtIhr dazu? Schreibt uns Eure Meinungen und Errfahrungen.

 

 

Mama, wer oder was ist das ?

Mama, wer oder was ist das ?

Ja, es ist schon manchmal traurig. Traurig zu beobachten, wie Kinder teils mit ihren Eltern umspringen. Antiautoritäre Erziehung ist hier wohl eines der Schlüsselwörter. In der heutigen Zeit ist es doch so, das wir „Eltern“ immer mehr an Boden verlieren, je älter unsere „kleinen“ werden, oder? Wo führt das alles denn noch hin? Sicher gibt es auch Familien, bei denen dieses Konzept sehr gut funktioniert, jedoch denke ich, das dies wohl eher das untere Drittel der Statistik belegen dürfte. Und, oder es sind Familien mit einem bis 2 Kindern. Bei Großfamilien denke ich, sieht die Welt da ganz anders aus.

Quelle: Thinkstock by Getty-Images

Quelle: Thinkstock by Getty-Images

Respekt und Achtung, Fremdwörter?

Für uns 70er Generation waren Respekt und Achtung, vor und für die Eltern, noch heilig. Die Mama, oder gar den Papa in Frage stellen, war für uns undenkbar. Wir haben unsere Eltern noch geachtet, in jeder Hinsicht. Auch, wenn es mal nicht so „optimal“ gelaufen ist. Wir haben es nicht gewagt, zu widersprechen. Heute hingegen schlägt einem teilweise eine Welle entgegen, über welche man kaum noch surfen kann. Beschimpfungen hier, Drohungen da, Respektlosigkeit in allen Massen. Vollkommen unerheblich, aus welch Situation es entstehen mag, reisst es uns Eltern doch den Boden unter den Füssen weg. Aber, wie darauf adäquat reagieren? Ich weiss, früher hat es dann geknallt, klarer Fall. Heutzutage darf man ja seien „lieben Kleinen“ nicht einmal mehr mit Hausarrest drohen, da kommt postwendend „Freiheitsberaubung“ aus dem kleinen Munde. Wird man energischer und die „Kleinen“ merken das, heisst es :“ Schlag mich und ich zeige Dich an!“ Situationen, welche beinahe an der Tagesordnung sind. Die Kinder haben das Zepter in der Hand und das spielen sie auch gnadenlos aus. Gesellschaftlich wird das aber eher totgeschwiegen, da man ja als antiautoritär erziehende Eltern, nach Aussen, alles im Griff hat.

Hilfe von Aussen holen !

 

Quelle: Gerd Altmann / Pixelio

Quelle: Gerd Altmann / Pixelio

Ist die wohl geltende Prämisse heutigen Tags. Es gibt sie ja zu Hauf, die familiären Hilfen. Es gibt Beratungsstellen, das Jugendamt, soziale Einrichtungen für jeden nur erdenklichen Konflikt. Klar, schnell gesagt und, notfalls auch organisiert. Doch wer schon einmal derart „Hilfe“ in Anspruch nehmen wollte, weiss, wie schwer es teilweise ist. Nicht selten rennt man gegen geschlossene Türen mit seinen Problemen. Beim Jugendamt stösst man eigentlich fast generell auf Abwehr, denn — kostet ja alles Geld. Es ist oft mit mehreren Anläufen verbunden, bevor einem überhaupt mal zugehört wird. Und wenn, dann ist es noch lange nicht sicher, das einem auch geholfen wird. Als Eltern steht man oft vor der Frage, was ist bloss mit dem Kind, oder den Kindern los? Allein steht man diesem Dilemma in der Regel eher machtlos gegenüber.

Jedoch selbst mit Hilfe, entschärft sich die Situation kaum. Auch Helfer stossen da an ihre Grenzen und müssen ebenso hilflos zusehen. Wie also soll man da entgegen wirken, wenn schon Helfer nicht helfen können?

Wut, Gewalt, Zerstörung, Verachtung.

Wehe, es geht nicht sofort nach dem Willen der Kleinen, dann ist der Teufel los. Es wird kein Nein akzeptiert, absolut nicht. Wenn man versucht, zu erklären, warum man nun gerade eben dieses nicht möchte, oder erlaubt, wird man:

  • beschimpft,
  • beleidigt,
  • angeschrien,
  • mit Dingen beworfen,
  • Türen werden geknallt,
  • Einrichtungen mutwillig zerstört und vieles mehr.

Ganz schlimm wird es, wenn einem der Tod gewünscht wird. Das trifft dann noch am allerhärtesten. Auch wird die Hand gegen die Eltern erhoben, wohl wissend, das eine eventuelle Gegenwehr ja als Kindesmisshandlung ausgelegt werden würde. Das teils hämische Grinsen dabei, schürt die Machtlosigkeit der Eltern.

Liebe, Liebe und noch mehr Liebe.

Man versucht die Schuld automatisch auf sich zu projizieren. Wir sind ja erwachsen und müssen da über den Dingen stehen, oder? So versucht man auch eher Verständnis für das Kind, als für sich selbst aufzubringen. Man entgegnet also mit Liebe und Verständnis. Das ist jedoch meist eine Lüge. Man ist verletzt, gekränkt und ja, nicht selten auch sehr wütend. Nicht, weil das Kind gerade wütend ist, nein eher wegen der unglaublichen Respektlosigkeit einem gegenüber. Man hat das Gefühl, man sei kein Papa, oder eine Mama…. nein eher Erzeuger und Ernährer, den man behandeln kann, wie einem beliebt. Und gerade da ist doch irgendwann jede Kraft aufgebraucht. Man verfällt in eine Art Lethargie, einem tranceähnlichen Dämmerzustand und lässt es einfach nur noch geschehen. Irgendwann beruhigt sich die Situation schon.

Wenn dieses über Jahre hinweg passiert, wird es problematisch. Das Kind vergisst diese Entgleisungen und meint, das dass ja alles normal sei. Nun soll man dann plötzlich Liebe zeigen und geben? Ziemlich schwer. Nicht weniger einfach ist es auch, wenn das Kind plötzlich in den Arm genommen werden will, wo einem doch eben noch der Tod gewünscht wurde. Innere Ohnmacht, kann man es benennen. Doch warum ist das Kind so?

  • mangelnde Impulskontrolle?
  • erhöhte Aggressionsbereitschaft?
  • psychische Störung?

ADHS, ADS, ASS, Depressionen ?

Jokerbomber Pixelio

                                    Jokerbomber Pixelio

Sicher ist man stets bemüht, dem Kind zu helfen. So beginnt ein wahrer Marathon für die Eltern auf der Suche nach Ursachen. Beginnend meist mit dem Sozialpädiatrischen Dienst (SPZ), über Kinder und Jugendpsychiater, Kinder und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD), bis hin zur klinischen Kinder und Jugendpsychiartrie, Ambulanten Autismuszentren etc. Termine, Termine, Termine…. und wofür ? , dafür, das man dann letzten Endes als Eltern die Schuld bekommt. Stets ist das Verhalten der Eltern Ursache dafür, es liegt beinah nie an anderen Faktoren.

Schnell wird ADHS und sonstiges diagnostiziert und medikamentös behandelt. Doch ist das nicht selten nur gering helfend. Das eigentliche Problem wird nicht behandelt. Die absolute Respektlosigkeit gegenüber den Erwachsenen. Zu unserer Zeit war das ja alles noch gar nicht im Gespräch. Wir kannten damals „Heime“ auch für „schwer erziehbare Kinder“, oder? Es soll jetzt hier kein falsches Bild aufkommen, aber ist es denn wirklich alles „krankheitsbedingt“ ? Oder ist es eher unsere Gesellschaft, die „neuen“ Medien, das mangelnde soziale Umfeld und so weiter, was unsere Kinder so ausflippen lässt? Ist es denn wirklich unser Versagen als Eltern, oder liegen die Dinge doch anders? Haben wir zu wenig Zeit? Werden in Kita´s und Schulen zu wenig moralische Werte gelehrt? Oder kommen unsere Kinder gar durch unsere Multikulti Gesellschaft durcheinander?  Fragen über Fragen, welche sich bestimmt schon so mancher Papa und manche Mama gestellt haben werden.

Aneurysma im Kopf, die tickende Zeitbombe.

Aneurysma im Kopf, die tickende Zeitbombe.

Jeder kennt sie, jeder hat, oder hatte sie mit Sicherheit schon mehrfach. Einige eher selten, einige öfter, manche sogar sehr oft… Kopfschmerzen. Niemand, bis auf Migränepatienten, oder chronisch an Clusterkopfschmerz leidende Menschen, denken sich etwas dabei. Ne Aspirin, oder anderweitige Schmerztabletten rein und „gut“ ist, oder? Ist ja auch „alles“ nicht so schlimm, ein bissel Kopfschmerzen halt, nix weiter. Aber, es kann auch ganz anders kommen. Hier eine Geschichte, welche nur knapp an einer Katastrophe vorbeigegangen ist.

Ahnungslos, weil keine Anzeichen.

Wiedereinmal Kopfschmerzen, nix neues, beinahe schon gewohnt. Seit 2 Wochen, ziehend hinter dem linken Auge. Schmerzmittel helfen Anfangs noch recht gut, aber mit zunehmender Dauer, immer weniger. De Facto, mehr Schmerzmittel in immer höher werdender Dosierung. Kein Schwindel, keine Übelkeit, der Körper funktioniert. Nichts deutet in irgend einer Weise auf etwas aussergeöhnliches hin. Der Tag verläuft normal. Abends geht man eben noch runter, um eine zu rauchen. Und plötzlich ….. Schwindel. Die Beine werden weich, man kippt um. Mit allergrösster Mühe gelingt es, sich aufzurappeln. Erst jetzt realisiert man einen Kopfschmerz, der in dieser Intensität noch nie da gewesen ist. Reissende, pochende, hämmernde, ja „vernichtende“ Kopfschmerzen. Wieder oben, greift man erneut zu Schmerzmitteln. Je stärker, je besser (glaubt man). Nichts hilft, absolut nicht lässt diese „irren“ Schmerzen verblassen. Ausgehend vom Nacken, hat man das Gefühl, als würde jemand den Kopf in richtung Stirn aufsägen. Man ist ja nicht wehleidig, aber diesen Schmerz hält man einfach nicht länger aus.

Der Besuch beim Hausarzt.

Am nächsten Morgen, man hat die Nacht irgendwie „überlebt“, geht man dann zum Hausarzt. Die Schmerzen werden immer schlimmer. Mit Schüttelfrost und beinahe wie in Trance, schleppt man sich dort hin. Es ist grell, das Licht, es ist kaum zu ertragen. Und dann erst diese Lautstärke, alles ist so wahnsinnig laut. An der Anmeldung stammelt man nurnoch, Kopfschmerzen, höllische Kopfschmerzen und begiebt sich ins angrenzende Wartezimmer. Scheisse ist das voll hier. Auf einen der Stühle in einer (möglichst dunklen Ecke) kauert man sich hin und wartet. Endlich der Aufruf. Man schildert dem Arzt die Beschwerden. Er macht ein paar Tests und kommt zum Ergebnis, kein Verdacht auf Hirnblutung, oder Schlaganfall, da Pupillen und Gesichtsreize in Ordnung sind. „PUH“ denn, man hatte ja schon so Phobien. Bedingt dadurch, das der Schmerz ja vom Nacken auszugehen scheint, diagnostiziert er eine Verspannung der Nackenmuskulatur in Folge des Sturzes und verabreicht eine Spritze mit insgesamt 18 Einstichen in Nacken und Kopf. Ach ja, der Blutdruck welcher vorher gemessen wurde lag ziemlich hoch. So „versorgt“ begibt man sich auf den Heimweg. Wieder zu Hause, ab auf´s Sofa, Decke über den Kopf und ausharren, das endlich diese verdammte Spritze zu wirken beginnt. Doch passieren tut nix.

21:00 Uhr, man hält es nicht mehr aus, ruft man den Bereitschaftsarzt. Frierend und äusserst Licht, so wie geräuschemfindlich, wartet man auf den Arzt. 23:00 Uhr ist dieser „endlich“ da. Er misst den Blutdruck 160/… ein leises „Oh, ziemlich hoch“, ist zu hören. Er verarbreicht ein blutdrucksenkendes Notfallmedikament und schmerzstillende Tropfen. Er betont noch:“ Es müsste besser werden, sobal der Blutdruck sinkt. Und wenn es nicht besser wird, solle man sich nicht scheuen, die Feuerwehr zu rufen.“ So verschwindet er wieder. Das Leiden geht (unvermindert) weiter. Auch diese Nacht wird man irgendwie überleben.

Der nächste Morgen, es geht absolut nix mehr.

Den dritten Tag mit diesen Schmerzen „will“ man nicht mehr durchstehen. So wird um 09:00 Uhr die Rettung verständigt, welche auch recht schnell eintrifft. RTW

Die Rettungssani´s sind eher erbost, weil man ja „nur“ Kopfschmerzen habe. Dennoch messen sie erst einmal den Blutdruck. Wieder 160/…. “ Naja, weil wir schon mal hier sind, können wir sie ja auch in die Klinik bringen. Dafür hätten Sie aber nicht die Rettung rufen müssen, sondern auch selber fahren können. “ Ja neee, iss klar. Wie dem auch sei, sitzt man plötzlich hinten im RTW (allein) und wird zu einer Klinik gebracht, welche auch eine neurologische Station hat. Es ist Sonntag. In der Klinik angekommen, musste man dann (auf eigenen Beinen) in die Notaufnahme, durfte sich allerdings sofort auf ein Bett legen. Es war auf umgehend ein Neurologe da und beschloss ein CT des Kopfes. Bei der Auswertung dieses CT´s ertönt ein Raunen. “ Ja, ich sehe etwas, kann es jedoch nicht genau bestimmen“, sagte der Neurologe noch und veranlasste „umgehend“ ein weiteres CT. Dieses mal jedoch mit Kontrastmittel.

Zwei mal CT und Lumbalpunktion

Die Auswertung des zweiten CT´s ergab eindeutig eine Gefässerweiterung und er erkannte eine „Blutung“. Wiederum konnte er nicht bestimmen, von wo diese kam, oder gekommen sein könnte. Auch nicht, ob es sich um eine „frische“, oder alte Blutung handelt. “ Ich mache eine Lumbalpunktion, um zu sehen, obe es frisch – oder alt ist“. So entnahm er Nervenwasser. Was dabei heraus kam …. ein Schock. Plötzlich wurde der Arzt hektisch. „Schauen Sie, alle 4 Gläser dunkelrosa“. Sie haben ein rupturiertes Aneurysma“. Ein was bitte ??? „HIRNBLUTUNG“ ….. akute Lebensgefahr ! Er fordert „umgehend“ einen Rettungswagen mit Notarztbegleitung an. Sofortige Verlegung in eine neurochirurgische Spezialklinik. Mit Blaulicht und Martinshorn geht es (auf der Vakuummatratze liegend) in die Spezialklinik. Dort angekommen, umgehend auf die Instensivstation zur Vollüberwachung. Es wird ein arterieller Zugang gelegt und vernäht. Zig Schläuche füren zum Monitor, welcher dauernd piept. Irgend ein Mittel wird verabreicht und endlich verschwinden diese wahnsinns Kopfschmerzen. Zur Nacht wird man „ausgenockt“ ….. am nächsten Morgen geht es in den OP.

6 Std. OP um das Aneurysma zu verschliessen.

Von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr wird man einer digitalen Substraktionsangiographie des Kopfes unterzogen.

 Hierbei wird über einen Katheder ein hauchdünner Platindraht, von der Leiste ausgehend, bis zum Aneurysma im Gehirn geführt. Unter stetiger Kontrastmitteleinspritzung wird dieses lokalisiert und dann mit einem Platindraht „gecoiled“. So wird das Aneurysma verschlossen und die (lebensbedrohliche) Blutung gestillt.

 

 

 

Überlebenschancen bei weniger als 50%

  • Mehr als die Hälfte aller Patienten, welche eine Aneurysmaruptur erleiden, überleben diese nicht, Sie versterben „unmittelbar“.
  • Von den verbleibenden erleiden etwa 2/3 einen schweren Schlaganfall.
  • Nur 2% aller Fälle kommen „unbeschadet“ davon.

Jeh nach Grösse des Aneurysma entscheidet sich das Überleben. Es ist unerheblich, wie schnell Rettung naht. Wenn es zu gross ist, hat man keine Chance. Es hat Fälle gegeben, die sind vom Duschen nicht zurückgekehrt.