ADHS eine neue Volkskrankheit?

ADHS eine neue Volkskrankheit?

Ich lese viel über das Thema ADHS in einschlägigen, sozialen Netzwerken und muss doch feststellen, das viele Kommentare da sehr negativ ausfallen. Negativ in der Form, wo bestritten wird, das es ADHS überhaupt geben soll. Ja es heisst sogar, das ADHS eine reine Erfindung der Pharmaindustrie sei. Verstehen kann ich diese Argumentation so überhaupt nicht. Ich bin 1970 geboren, eine Zeit, in welcher dieses (und andere Themen) noch garnicht existierten. Zu jener Zeit gab es auch verhaltensauffällige Kinder und Erwachsene, ganz klar. Nur wurden jene damals in ganz andere Kategorien eingestuft.

  • sozial auffällige Erwachsene,
  • schwer erziehbare Kinder.

Beide Gruppen wurden unterschiedlich eingestuft und dementsprechend „behandelt“. Psychologisch eher weniger, da man bei den Verhaltensstörungen von anderen Diagnosen sprach. Wo heutzutage Ergo-Therapien, Verhaltenstherapien und dergleichen angeboten wwerden, gab es damals nur ….

  • psychiatrische Klinik,
  • Heim für schwer erziehbare Kinder.

Nun bleibt (zum Glück) die Forschung nicht stehen. So wurde über die Zeit entdeckt, das ADHS eine Krankheit ist. Den Betroffenen fehlen die Botenstoffe (Neurotransmitter) Dopamin und Noradrenalin.

Aber ich möchte hier nicht auf wissenschaftliche Erläuterungen zurückgreifen, sondern die Dinge aus meiner Sich darlegen. Es gibt nachgewiesen, viele Faktoren für ADHS. Es ist ein komplexes Geflecht. Sehr viel habe ich mich belesen und, bedingt durch unsere Kinder, mich mit diesem Thema beschäftigt. Ich bin nun seit fas 7 Jahren mit dieser Thematik konfrontiert und sehe die Dinge ein wenig differenzierter, als Nichtbetroffene. Auch ich dachte Anfangs, alles Humbuk. Über den Lauf der Zeit jedoch, wurde ich eines Besseren belehrt.

Es gibt ADHS, das ist Fakt. Nur gibt es auch Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern mit dieser Krankheit. So gehen Erwachsene ganz anders mit ADHS um, als es Kinder könnten. Und sind wir doch froh, das ADHS jetzt auch behandelt wird.Ja sicher, Medikamente sind da ein anderes Thema, klar. Ob nun pro & contra Medikamente, möchte ich hier nicht in erster Linie behandeln. Da hat jeder seine eigene Meinung und das ist auch gut so. Wichtig ist, wie ich finde, das sich viel mehr Menschen über dises Thema informieren sollten. Das hilft vor Allem, Missverständnisse zu vermeiden und hilft den Betroffenen, ein etwas geregelteres Leben zu führen.

Was sagtIhr dazu? Schreibt uns Eure Meinungen und Errfahrungen.